„Was wolln wir auf den Abend tun" -
musikalische Momente aus dem Goldenen Zeitalter der Niederlande


ein Konzert anläßlich der Ausstellung „Dutch Design“ im Schloss Oranienbaum 2012


Antje Sehnert                   - Blockflöten, Moderation

Sabine Heller                    - Cembalo, Glockenspiel
Matthias Schubotz             - Tenor

Wirtschaftliche Stärke, stabile politische Verhältnisse und religiöse Toleranz ließen im 17. Jahrhundert in den Niederlanden die Wissenschaften und Künste erblühen.
Große Teile der Bevölkerung lebten in Wohlstand und so hielten hochwertige Einrichtungs- und Dekorationsgegenstände wie Bilder, erlesene Porzellane und kostbare Möbel
Einzug in die Häuser zahlreicher Niederländer. Eine Auswahl dieser Kostbarkeiten ist ab April diesen Jahres in der Ausstellung „Dutch Design“ im Schloß Oranienbaum zu bestaunen.


Ein beliebter und intensiv gepflegter Zeitvertreib in jenem „Goldenen Zeitalters“ war das Musizieren im Familien- und Freundeskreis.

Sicher wurde bei diesen Gelegenheiten auch Musik von Jacob van Eyck gespielt.

Er war Glockenspielmeister, Organist und Blockflötist am Dom von Utrecht und schuf mit dem „Fluytenlusthof“ eines der bedeutendsten Solowerke für ein Blasinstrument.
Es besteht aus einer umfangreichen Sammlung von Liedern, Kirchengesängen, Tänzen und anderen Instrumentalstücken - sozusagen den europäischen „Charts“ der frühen Barockzeit - die von van Eyck angelegt und von ihm in einzigartiger Kunstfertigkeit um virtuose Variationen ergänzt wurde.

Jacob van Eyck widmete seinen „Fluytenlusthof“ Constantyn Huygens, einem bedeutenden niederländischen Dichter, Diplomaten und Komponisten,
der über Jahrzehnte als Sekretär im Dienste der Prinzen von Oranien stand.

In unserer musikalischen Abendunterhaltung werden wir nicht nur Musik von van Eyck, Huygens und Zeitgenossen zu Gehör bringen, sondern auch von den Geschichten, die hinter den einzelnen Werken oder ihren Komponisten stehen, erzählen.

Werke von: Jacob van Eyck, Constantyn Huygens, John Dowland, Giovanni Gastoldi u.a. 

Wir danken Veit Heller (Musikinstrumentenmuseum Leipzig) herzlich für die fachliche Beratung.